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Teigwaren Riesa wirft NGG unrealistische Forderung vor

Im Tarifkonflikt bei der Teigwaren Riesa GmbH hat deren Geschäftsführung der Gewerkschaft Nahrung- Genuss-Gaststätten (NGG) vorgeworfen, mit «unrealistischen Forderungen» die Zukunft des Unternehmens zu gefährden. Man treffe in Riesa auf eine «nicht verhandlungsbereite Gewerkschaft», teilte das Unternehmen am Mittwoch auf Anfrage mit. Die Geschäftsführung habe bereits in der ersten Verhandlungsrunde Ende August eine Tariferhöhung in zwei Stufen von insgesamt 10 Prozent innerhalb eines reichlichen Jahres angeboten. «Dieses sehr weitgehende Angebot geht deutlich über die aktuell üblichen Tarifabschlüsse hinaus und unterstreicht die Solidarität gegenüber der Belegschaft in diesen schwierigen Zeiten», hieß es.

Die örtliche Tarifkommission - maßgeblich die NGG - habe dieses Angebot aber «ohne vertiefte Besprechung» abgelehnt, hieß es. Zugleich wurde klar gestellt, dass die Teigwaren Riesa GmbH ein eigenständiges Unternehmen ist und Entscheidungen zur Tariferhöhung in Riesa getroffen werden: «Tarifverhandlungen werden ausschließlich in Riesa geführt.»

Damit reagierte die Geschäftsführung auf eine Ankündigung der NGG, an diesem Donnerstag in Trochtelfingen (Baden-Württemberg) protestieren zu wollen. Dort hat der schwäbischen Nudelhersteller Alb-Gold seinen Sitz. Alb-Gold und Teigwaren Riesa gehören der Unternehmerfamilie Freidler. Die Fahrt nach Trochtelfingen stehe symbolisch dafür, Grenzen zu überwinden, hatte NGG-Vertreter Olaf Klenke am Dienstag betont. In Riesa arbeiten etwa 150 Beschäftigte. Laut NGG haben viele von ihnen einen Stundenlohn von knapp über 12 Euro. Die Gewerkschaft will zwei Euro mehr Lohn pro Stunde bis Ende 2023. Das Angebot des Unternehmens sieht 1,20 Euro vor.

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