Die Linken sehen den sozialen Arbeitsmarkt in Sachsen in Gefahr. «Die Arbeitslosigkeit verfestigt sich zunehmend. Die Perspektiven am Arbeitsmarkt werden immer düsterer», sagte die Linken-Politikerin Sabine Zimmermann der Deutschen Presse-Agentur. «Vor diesem Hintergrund macht mich die vorgesehene Kürzung des sächsischen Landesprogramms zur Verringerung der Langzeitarbeitslosigkeit fassungslos, zumal mir auch örtliche Akteure berichten, dass das Programm erfolgreich ist und Menschen in Arbeit bringt», sagte Zwickauer Bundestagsabgeordnete. Durch die Pandemie habe sich die Lage Betroffener am Arbeitsmarkt weiter verschlechtert, so dass eine Aufstockung der Mittel dringend geboten sei.
Wie aus dem Entwurf des sächsischen Doppelhaushaltes 2021/2022 hervorgeht, sollen die Mittel für das Landesprogramm zur Verringerung der Langzeitarbeitslosigkeit von rund 13 Millionen Euro im Jahr 2020 auf etwa 8,4 Millionen 2021 und knapp 5,9 Millionen 2022 sinken. Laut Statistik gab es im Februar in Sachsen 51 080 Langzeitarbeitslose, im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Anstieg um 38,4 Prozent.