Im Tarifkonflikt der nordwestdeutschen und der ostdeutschen Stahlindustrie hat die IG Metall nach der dritten Verhandlungsrunde mit weitergehenden Arbeitskampfmaßnahmen gedroht. «Wenn die vierte Verhandlung am Montag scheitert, ist eine deutliche Eskalation in der Tarifrunde unausweichlich», sagte der Verhandlungsführer für die nordwestdeutsche Stahlindustrie, Knut Giesler, laut einer Mitteilung vom Donnerstagabend. «Wir werden mit weiteren Warnstreiks den Druck noch einmal erhöhen», sagte Dirk Schulze, Verhandlungsführer für die ostdeutsche Stahlindustrie. Unterdessen haben die Stahl-Arbeitgeber der IG Metall einen «Transformationstarifvertrag zur Beschäftigungssicherung» vorgeschlagen.
Für die dritte Runde hatten sich die Tarifparteien am Donnerstag in kleinem Kreis in Düsseldorf getroffen. Vertreter der IG Metall aus dem Nordwesten und aus Ostdeutschland verhandelten dabei gemeinsam - wie schon bei der Auftaktrunde. Bei der vierten Runde soll wieder getrennt verhandelt werden: Am Montag in Düsseldorf für den Nordwesten und am Dienstag für den Osten.