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Corona-Effekt am Ausbildungsmarkt: Mehr Abbrecher befürchtet

Das Schild der Bundesagentur für Arbeit. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
Das Schild der Bundesagentur für Arbeit. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Die Corona-Pandemie samt Lockdown hinterlässt deutliche Spuren am Ausbildungsmarkt in Sachsen. Rein rechnerisch gebe es zwar für jeden gemeldeten Bewerber einen Ausbildungsplatz, sagte der Chef der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, Klaus-Peter Hansen, am Mittwoch. Bei den freien Lehrstellen zeige sich aber ein erheblicher «Corona-Effekt». So gebe es bei Berufen der Körperpflege einen Rückgang von 60 Prozent, im Bereich Tourismus und Sport liege das Minus bei 50 Prozent, in der Veranstaltungstechnik bei rund 30 Prozent, bei Hotels und Gastronomie bei 25 Prozent. Zuwächse würden dagegen in Gesundheitswesen und IT verzeichnet.

Angesichts monatelanger Schließungen einzelner Branchen befürchtet Hansen auch negative Folgen bei bestehenden Ausbildungsverhältnissen. Dort sei mit einem Anstieg der Abbrecherquote zu rechnen, sagte er.

Nach jüngsten Daten der Bundesagentur für Arbeit ist die Zahl der Bewerber ebenso wie die der gemeldeten Ausbildungsstellen in Sachsen im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Demnach stehen rund 14 500 Bewerbern fast 15 600 Ausbildungsplätze gegenüber - ein Minus von 9,8 beziehungsweise 3,3 Prozent. Davon haben fast 4700 junge Menschen ihren Ausbildungsplatz schon sicher. Das sind rund 21 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH