Im Tarifkonflikt der sächsischen und thüringischen Brauereien sind Beschäftigte der Köstritzer Schwarzbierbrauerei in einen Warnstreik getreten. Zunächst legten am Montag etwa 30 Beschäftigte der Frühschicht die Arbeit nieder, wie Jens Löbel, Thüringer Geschäftsführer der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) sagte. Sie versammelten sich vor dem Betriebsgelände. Anschließend beteiligten sich auch Mitarbeiter der Spätschicht. Die NGG hatte zu dem Warnstreik aufgerufen. In der Brauerei in Ostthüringen arbeiten 110 Menschen.
Die Gewerkschaft fordert für das Tarifgebiet Sachsen und Thüringen unter anderem sieben Prozent mehr Lohn. Der Konflikt betrifft auch Brauereien wie Radeberg, Krostitz, Sternburg Leipzig und Freiberg, die zur Radeberger Braugruppe, der größten deutschen Braugruppe, gehören. Der Betrieb in Bad Köstritz gehört zur Bitburger-Braugruppe. Für beide Gruppen hatten die Arbeitgeber in der vergangenen Woche nach NGG-Angaben unterschiedliche Angebote vorgelegt, bei den die Beschäftigten in Bad Köstritz Löbel zufolge schlechter gestellt würden.