Die Arbeitslosigkeit in Sachsen ist im Juli wie erwartet zum Ferienstart gestiegen. Zuletzt waren knapp 132.000 Menschen arbeitslos, etwa 13.000 mehr als im Vorjahresmonat, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag in Chemnitz mitteilte. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,2 Prozentpunkte auf 6,2 Prozent. «Insgesamt erwarten wir vorerst keine sinkenden Arbeitslosenzahlen, die Lage bleibt angespannt», sagte Klaus-Peter Hansen, der Chef der Regionaldirektion, Klaus-Peter Hansen.
Mit dem Beginn der Sommerferien endeten viele schulische und duale Ausbildungen, weshalb sich Jugendliche vorübergehend arbeitslos meldeten, erläuterte Hansen. Zudem stellten Unternehmen während der Urlaubszeit weniger ein. «Was nicht üblich ist, sind beispielsweise erhebliche Rückgänge bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung im Handel oder dem Baugewerbe.»
Einen Anstieg der Arbeitslosigkeit verzeichnen fast alle Landkreise und kreisfreien Städte im Freistaat. Die niedrigsten Arbeitslosenquoten verzeichnen der Erzgebirgskreis (4,9 Prozent - plus 0,2) sowie Mittelsachen und die Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (je 5,0 Prozent - plus 0,1). Am höchsten ist die Arbeitslosigkeit in Görlitz (8,5 Prozent - unverändert) und Chemnitz (8,5 Prozent - plus 0,3).