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Spielmechaniken sollen beim Energiesparen helfen

Die Nachwuchsforschergruppe "Game Change" will durch Gamification nachhaltige technologische Transformationen anstoßen. Geleitet wird das Projekt von Prof. Tim Neumann (l.). © C.Zahn/WHZ
Die Nachwuchsforschergruppe "Game Change" will durch Gamification nachhaltige technologische Transformationen anstoßen. Geleitet wird das Projekt von Prof. Tim Neumann (l.). © C.Zahn/WHZ

Forschende der Westsächsischen Hochschule Zwickau entwickeln spielerische Ansätze für die Energiewende und die Fachkräftebildung. Das Projekt GAME CHANGE ist jetzt gestartet.

Wer erinnert sich nicht an das Tamagotchi aus den 90er Jahren? Das kleine digitale Haustier musste gefüttert und gepflegt werden, sonst ging es ein. Genau dieses Prinzip wollen Forschende der Westsächsischen Hochschule Zwickau nun für die Energiewende nutzen. Ihr „Energietamagotchi" soll Menschen spielerisch zu einem bewussteren Umgang mit Strom motivieren.

Die neue Nachwuchsforschergruppe GAME CHANGE untersucht, wie Gamification bei technologischen Veränderungen helfen kann. Gamification bedeutet: Spieltypische Elemente werden in spielfremden Kontexten eingesetzt. „Dabei steht nicht das Spielen im Vordergrund, sondern die gezielte Nutzung spieltypischer Mechanismen wie Feedback, Motivation, Lernfortschritt oder Interaktion", erklärt Projektleiter Prof. Dr. Tim Neumann. Die Forschenden wollen so komplexe Veränderungen verständlicher machen und die Akzeptanz erhöhen.

Vom Fahrsimulator zum Energiesparen

Ein konkretes Beispiel ist ein digitaler Fahrtrainer. Auf Basis eines E-Racing-Simulators analysiert er das Fahrverhalten und zeigt, wie sich verschiedene Fahrstile auf den Energieverbrauch auswirken. Nutzerinnen und Nutzer bekommen direktes Feedback und können lernen, energieeffizienter zu fahren. Das „Energietamagotchi" macht den persönlichen Stromverbrauch sichtbar und belohnt sparsames Verhalten. Außerdem erforscht das Team, wie spielerische Weiterbildungsformate Fachkräfte besser qualifizieren können.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

An dem Projekt arbeiten vier Professoren aus unterschiedlichen Fachbereichen zusammen. Sechs Nachwuchswissenschaftler ergänzen das Team. Gemeinsam entwickeln sie übertragbare Konzepte für Wirtschaft, Bildung und Gesellschaft. Das Projekt läuft bis Oktober 2028 und wird vom Europäischen Sozialfonds Plus sowie der Hochschule selbst mit knapp 1,5 Millionen Euro gefördert.

METIS