Hohe Energiepreise belasten Haushalte und Unternehmen. Gleichzeitig muss die Industrie klimaneutral werden. Wasserstoff gilt als Lösung. Doch die Technologie ist teuer und verbraucht viel Energie. Wertvolle Materialien für die dafür notwendigen Prozesse landen oft im Müll. Sächsische Forscher wollen das ändern.
In Dresden trafen sich jetzt Forschende der Technischen Universitäten Dresden, Chemnitz und Freiberg sowie der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden mit Ministerpräsident Michael Kretschmer. Im Mittelpunkt des Termins an der TU Dresden stand das Projekt „Hy²Cycle". Die sächsischen Wissenschaftler wollen gemeinsam Brennstoffzellen und Elektrolyseure entwickeln, die man wiederverwenden kann. „Wasserstoff ist und bleibt ein Energieträger der Zukunft und ein zentraler Baustein für die klimaneutrale Transformation", sagte Kretschmer.
Neue Arbeitsplätze für Sachsen
Die Sächsische Wasserstoffunion gibt es seit 2022. Sie bündelt das Wissen der drei Technischen Universitäten. Die Forschung soll der Industrie helfen. „Gemeinsam mit unseren Partneruniversitäten schaffen wir wissenschaftliche Grundlagen, technologische Lösungen und damit auch eine Basis für innovative Start-ups, die für eine klimaneutrale Industrie und nachhaltige Wertschöpfung im Freistaat von zentraler Bedeutung sind“, erklärt Prof. Angela Rösen-Wolff, Prorektorin Forschung und Transfer der TU Dresden.
Das Projekt wird mit EU-Geldern gefördert. Die Erkenntnisse sollen in Produkte fließen. Davon profitieren Unternehmen in der Region. Sachsen soll als Standort für Kreislaufwirtschaft sichtbar werden.