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Großforschungszentrum Delitzsch: OB hofft auf Image-Gewinn

Von: DieSachsen News

Der Oberbürgermeister von Delitzsch hält die Ansiedlung eines Großforschungszentrums in der Stadt für eine epochale Entscheidung, will aber nicht zu hochfliegende Erwartungen damit verknüpfen. Er rechne damit, dass in der Anfangsphase des Centers for the Transformation of Chemistry (CTC) vielleicht zehn Prozent der Beschäftigten nach Delitzsch ziehen werden, sagte Manfred Wilde im dpa-Interview. Er werde auch Pendler geben und in der internationalen Forschung sei es ohnehin Normalität, dass Spitzenforscher nach drei bis fünf Jahren wechselten.

Der parteilose Stadtchef erwartet eher, dass sich der akademische Mittelbau für Delitzsch entscheiden wird. «Bei der Lebensqualität für Familien haben wir, glaube ich, nicht die schlechtesten Voraussetzungen», sagte er. Delitzsch habe aber auch schon jetzt eine positive Einwohnerentwicklung. Es gebe kaum noch Baugrundstücke. Wilde verspricht sich auch einen allgemeinen Image-Gewinn für die Stadt. Er hoffe, dass der Name Delitzschs ein wenig in die Welt getragen werde.

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Der Bund will die Ansiedlung von zwei Großforschungszentren mit je 1,2 Milliarden Euro fördern. Das ist ein Beitrag zum Strukturwandel im mitteldeutschen und im Lausitzer Braunkohlerevier. Neben dem CTC in Delitzsch entsteht das Deutsche Forschungszentrum für Astrophysik (DZA) mit Hauptsitz in Görlitz. Baubeginn soll frühestens 2026 sein.

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