Archäologen haben in Wellaune in Nordsachsen eine rund 3.000 Jahre alte Siedlung und ein Gräberfeld der späten Bronzezeit gefunden. Die Entdeckung wurde bei Vorarbeiten zu einer dort geplanten Ortsumgehung gemacht.
Rituelle Brandbestattungen
«Auf einer Fläche von 3.000 Quadratmetern wurde ein Urnengräberfeld mit 37 Brandbestattungen freigelegt», sagte Grabungsleiterin Kathrin Balfanz. Die Urnen seien teils von Steinen oder Steinbetten umfasst. Um sie herum habe man Beigefäße wie Becher und Schalen für Getränke und Speisen gefunden. «Einige Gefäße wurden offenbar bei den Bestattungsritualen absichtlich zerschlagen, andere sind vollständig erhalten», sagte Balfanz.