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Chef der Stasi-Unterlagenbehörde verteidigt Umzug der Akten

27.09.2019 von

Foto: Michael Hollmann (l), Chef des Bundesarchivs, und Roland Jahn (r), Chef der Stasi-Unterlagenbehörde. Foto: Arne Immanuel Bänsch/Archivbild

Der Chef der Stasi-Unterlagenbehörde, Roland Jahn, hat den Umzug der Akten in das Bundesarchiv gegen die Kritik einstiger DDR-Bürgerrechtler verteidigt. «Das ist eine positive Entscheidung, für dieses Symbol der Revolution», sagte Jahn am Freitag im ZDF-«Morgenmagazin». «Die Akten bleiben offen, die Bürgerinnen und Bürger können weiter Einsicht nehmen.» Daran werde sich dank des Stasi-Unterlagen-Gesetzes nichts ändern, wenn die Unterlagen in das Bundesarchiv verlegt worden seien.

Kritiker des am Donnerstag im Bundestag beschlossenen Umzugs befürchten, dass die Verlegung einem Ende der Behörde gleichkomme und einen Schlussstrich unter der Aufarbeitung bedeute. Das Gegenteil sei der Fall, sagte Jahn. Vielmehr gehe es darum, das Archiv für kommende Generationen «als Teils des Gedächtnisses der Nation» zu erhalten. Unter dem Dach des Bundesarchivs könne man Herausforderungen wie die Digitalisierung und die Bestandserhaltung bestehen, sagte Jahn. «Das Papier soll nicht verrotten».

Der 66-Jährige erarbeitete das Konzept für den Umzug gemeinsam mit dem Chef des Bundesarchivs, Michael Hollmann. Jahns Posten, der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, wird mit der Verlegung in das Bundesarchiv abgeschafft.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: Michael Hollmann (l), Chef des Bundesarchivs, und Roland Jahn (r), Chef der Stasi-Unterlagenbehörde. Foto: Arne Immanuel Bänsch/Archivbild

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