Kerner, Müller-Thurgau und Co. sind größtenteils im Keller: Etwa 75 Prozent der Trauben im sächsischen Anbaugebiet sind gelesen, sagte der Vorsitzende des sächsischen Weinbauverbandes, Michael Thomas, der Deutschen Presse-Agentur. Die Winzer beenden ihre Hauptlese Anfang Oktober und damit etwas früher als im Schnitt der vergangenen Jahre. Die Witterung sei insgesamt günstig gewesen, so Thomas. «Nicht ganz so trocken und heiß, etwas mehr Regen als im Vorjahr.» Das habe sich positiv auf die Aromen ausgewirkt. «Wir sind optimistisch, dass wir einen guten Jahrgang bekommen.» Einziger Wermutstropfen: Vereinzelte Hagelschäden, vor allem im Raum Meißen. «Da müssen wir schauen, wie sich das auf den Ertrag auswirkt.»
Getroffen hat es teilweise die Winzergenossenschaft Meissen mit ihren rund 1500 Klein- und Hobbywinzern. «Am Ende sehen wir, wie hoch die Verluste ausfallen», sagte Geschäftsführer Lutz Krüger. Derzeit werden noch Grauburgunder und Traminer gelesen, die meisten Trauben aber sind schon im Keller.