Die Bauernverbände der ostdeutschen Bundesländer haben die EU-Pläne für eine Reform bei der Verteilung von Agrarsubventionen scharf kritisiert. Die Pläne seien ein «Schlag ins Gesicht», sagte Thomas Thiele vom Sächsischen Bauernverband mit Blick auf die Begrenzung und Kürzung von Fördermitteln ab bestimmten Höhen. «Nirgendwo mussten nach der deutschen Einheit Betriebe so kraftvoll und mühsam aufgebaut werden wie bei uns in Ostdeutschland.» Jetzt würden Fördermittel gestrichen, die nach richtiger Berechnung bei den Betrieben ankommen müssten.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte am Mittwoch langfristige Pläne für den europäischen Haushalt von 2028 bis 2034 vorgestellt. Dieser sieht zwar insgesamt eine Erhöhung des Budgets um 700 Milliarden Euro auf zwei Billionen Euro vor, gleichzeitig sollen Landwirten für diesen Zeitraum aber nur etwa 300 Milliarden Euro zugesichert werden, was einer Kürzung um rund 20 Prozent entspricht.