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Weniger Firmenpleiten und mehr Privatinsolvenzen in Sachsen

Die Zahl der Firmen- und Privatinsolvenzen hat sich in Sachsen unterschiedlich entwickelt. Bei den Verbraucherinsolvenzen habe es im ersten Halbjahr mit 2098 beantragten Verfahren eine Zunahme um gut 61 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gegeben, teilte das Statistische Landesamt am Dienstag mit. Die sächsischen Insolvenzgerichte hätten die meisten Verfahren auch eröffnet - lediglich zwei Fälle wurden mangels Masse abgewiesen und drei Verfahren mit Blick auf einen Schuldenbereinigungsplan beendet.

Anders sieht es hingegen bei den Firmenpleiten aus: Nach Angaben der Statistiker wurden in den sächsischen Amtsgerichten von Januar bis Juni insgesamt 253 Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Damit ging die Zahl der Unternehmensinsolvenzen um 92 Verfahren (26,7 Prozent) zurück. Fachleute führen die Entwicklung auf die staatlichen Unterstützungen für die Wirtschaft sowie das Aussetzen der Insolvenzantragspflicht bis Ende April zurück.

Die Gläubiger meldeten laut Statistischem Landesamt Forderungen in Höhe von insgesamt 107,8 Millionen Euro an - das entspricht im Schnitt knapp 426.000 Euro pro Verfahren. Die meisten Firmenpleiten gab es im Handel, bei Reparaturbetrieben für Kraftfahrzeuge sowie im Baugewerbe. Fast jedes fünfte insolvente Unternehmen könne einem dieser Wirtschaftsbereiche zugeordnet werden, hieß es.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

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