In Sachsen haben die Winzer nach einer ersten Einschätzung des Deutschen Weininstitutes eine durchschnittliche Traubenernte eingefahren. Die Erntemenge liegt voraussichtlich bei rund 21 000 Hektolitern - und damit etwas unter dem Schnitt der vergangenen zehn Jahre (22 000 Hektoliter). Vor allem Spätfröste haben zu Ernteverlusten geführt, hieß es.
Das kann Lutz Krüger von der Winzergenossenschaft Meißen bestätigen: «Es hat regional Ausfälle gegeben, nicht nur durch Spätfröste, sondern auch durch Hagel», sagte der Geschäftsführer. Wie hoch die Verluste letztendlich ausgefallen sind, ist allerdings noch unklar. Derzeit werden noch die Lieferscheine mit den Erntemengen der rund 1500 Hobby- und Kleinwinzer in der Genossenschaft ausgezählt. Am vergangenen Wochenende ist die Lese bei der Winzergenossenschaft mit den Sorten Riesling und Spätburgunder zu Ende gegangen.
Auch sachsenweit ist die Weinlese beendet - laut Weinbauverband Sachsen mit unterschiedlichem Ergebnis. Nicht nur die Frostnächte im Frühjahr, auch die Trockenheit habe vor allem den frühen Sorten zugesetzt, erklärte Verbandsvorsitzender Frank Neupold. Spätere Sorten wie Scheurebe oder Riesling hätten hingegen von zwei längeren Regenereignissen in der Erntezeit profitiert, die Trauben seien kurz vor der Lese noch einmal gewachsen.