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Trotz Corona erneut weniger Firmenpleiten in Sachsen

Symbolbild Konjunktur / pixabay geralt
Symbolbild Konjunktur / pixabay geralt

Die Zahl der Firmenpleiten ist in Sachsen trotz der anhaltenden Corona-Pandemie erneut zurückgegangen. Das geht aus Zahlen der Wirtschaftsauskunftei Creditreform hervor, die am Mittwoch vorgestellt wurden. Demnach lag die Insolvenzquote - also die Zahl der Pleiten pro 10.000 Unternehmen - im Freistaat in diesem Jahr bei 34, nachdem sie im Vorjahr mit 42 angegeben worden war. Insgesamt habe man 490 Fälle von Unternehmensinsolvenzen registriert, 15,5 Prozent weniger als im Jahr 2020.

Zwar habe der Mittelstand in diesem Jahr mit den Auswirkungen der Lockdowns im Jahr 2020, mit Engpässen in den Lieferketten und starken Preisanstiegen zu kämpfen, erklärte Thomas Schulz, Prokurist bei Creditreform Dresden. Durch die staatlichen Hilfsmaßnahmen hätten bisher Insolvenzen jedoch verhindert werden können.

Die Corona-Krise habe wie ein Katalysator auf die Märkte gewirkt und «in rasanter Geschwindigkeit» Geschäftsmodelle und Absatzwege verändert, erläuterte Schulz. In dieser Situation seien die Anpassungs- und Innovationsfähigkeit von Unternehmen entscheidend. Messbar sei, dass immer mehr Unternehmen, die älter als 10 Jahre seien, von Insolvenzen betroffen waren, während bei jüngeren Firmen die Insolvenzanzahl abgenommen habe.

Deutlich gestiegen ist dagegen die Zahl der Verbraucherinsolvenzen. Bei 3680 Fällen habe der Zuwachs über 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahr betragen. Ausschlaggebend für diese Entwicklung war den Angaben nach ein neues Gesetz zur Verkürzung des Restschuldbefreiungsverfahrens, das überschuldeten Verbrauchern einen schnelleren und leichteren Weg aus der Überschuldung ermögliche.

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