Nach dem flächendeckenden Regen in der vergangenen Woche sind die Tagebauseen in der Lausitz nach Angaben des Bergbau-Sanierers LMBV etwas voller. Die Niederschläge hätten in den drei Lausitzer Flüssen Spree, Schwarze Elster und Lausitzer Neiße zu erhöhten Abflüssen geführt, teilte die Flutungszentrale am Dienstag mit. So sei es möglich gewesen, unter anderem den Bärwalder See, den Dreiweiberner und auch den Geierswalder See mit Wasser zu versorgen.
An einzelnen Flusspegeln waren kurzzeitig Abflussmengen bis hin zur Hochwasserwarnstufe 1 erreicht worden. Der langjährige Monatsmittelwert für Niederschläge im Monat Oktober liegt beispielsweise an der Station Bautzen/Kubschütz bei 58 Millimeter, an dieser Station wurden in den vier Tagen etwa 65 Millimeter gemessen.
Für die Wiederauffüllung der Bergbauspeicher und Bergbaufolgeseen wurden Ende vergangener Woche Flutungsentnahmen aus der Spree von etwa 5 Millionen Kubikmetern und aus der Schwarzen Elster von circa 1 Million Kubikmetern Wasser möglich. Allerdings seien seit vergangenem Sonntag die Durchflussmengen an den Flusspegeln wieder rückläufig - die ersten Wasserentnahmen mussten bereits wieder geschlossen werden.