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Sachsen schafft neue Corona-Hilfe für kleine Unternehmen

Eurobanknoten liegen auf einem Tisch. / Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration
Eurobanknoten liegen auf einem Tisch. / Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration

Sachsen will Kleinstunternehmer, Selbstständige und Freiberufler in der Corona-Krise unterstützen. Das Kabinett stimmte für das Programm «Corona-Zuschuss Sachsen Plus», wie Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) am Dienstag nach Kabinettsberatungen in Dresden sagte.

Das Programm richtet sich an Unternehmen mit wenigen Beschäftigten und Selbstständige, die wegen der Corona-Notfallverordnung im Dezember des vergangenen Jahres mindestens 70 Prozent Umsatzeinbrüche verzeichnet haben. Bei ihnen besteht laut Ministerium derzeit eine Lücke: Wegen niedriger betrieblicher Fixkosten erhielten sie nur geringe Zuschläge zur Überbrückungshilfe des Bundes. «Wir werden einen zusätzlichen Zuschuss schaffen für die Unternehmen, die bislang zu wenige Fixkosten hatten, um auf eine Summe zu kommen», sagte Dulig.

Die Unternehmen sollen für drei Monate jeweils 1500 Euro mehr Hilfen bekommen. Sie könnten ihre Anträge selbst bei der Sächsischen Aufbaubank stellen, weil ihre Daten bereits aus dem Antrag auf Überbrückungshilfe vorlägen, sagte Dulig.

Für die Hilfen stehen demnach 4,3 Millionen Euro zur Verfügung. Finanziert werden soll das Programm aus Landesmitteln, die für das im Frühjahr 2021 gestartete Härtefallprogramm bislang nicht abgerufen wurden.

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Chemnitz begrüßte das neu geschaffene Programm. Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Wunderlich sagte am Dienstag laut Mitteilung, dass damit Teile der Lebenshaltungskosten für Unternehmer abgedeckt werden könnten. «Denn die Überbrückungshilfen decken leider weder einen Unternehmerlohn noch alle betrieblich anfallenden Kosten ab.»

Die Handwerkskammer Dresden betonte, dass der Beschluss ein wichtiges Zeichen für soloselbstständige Handwerker sei. Der Antragsstart ab März sei jedoch mit Blick auf die Liquidität der Betriebe viel zu spät, sagte Hauptgeschäftsführer Andreas Brzezinski.

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