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Rückgang der Firmeninsolvenzen ist in Sachsen besonders groß

dpa / Sören Stache
dpa / Sören Stache

Die Zahl der Firmeninsolvenzen ist unter allen ostdeutschen Bundesländern in Sachsen am stärksten gesunken. Im vergangenen Jahr sind landesweit 838 Firmen in die Pleite gerutscht, wie die Wirtschaftsauskunftei Crifbürgel in ihrer am Donnerstag veröffentlichten Insolvenzstudie für Deutschland mitteilte. Das entspricht einem Rückgang von 10,3 Prozent gegenüber 934 Fällen im Jahr 2017. Von 10 000 sächsischen Unternehmen gingen im vergangenen Jahr 56 Firmen in Insolvenz. In Berlin wurde ein Anstieg von 0,4 Prozent verzeichnet, in Thüringen stiegen die Firmenpleiten um 3,6 Prozent.

Bundesweit meldeten nach Crifbürgel-Angaben 19 552 Unternehmen Insolvenz an. Ein Jahr zuvor waren es 20 276. Die Zahl sei zum neunten Mal in Folge gesunken und habe den tiefsten Stand seit Einführung der neuen Insolvenzordnung im Jahr 1999 erreicht.

«2019 wird die Trendumkehr eingeleitet und wir erwarten einen Anstieg bei den Firmeninsolvenzen», erklärte Geschäftsführerin Ingrid Riehl am Donnerstag. Gefährdet seien unter anderem «Zombie-Unternehmen», die das derzeitige Niedrigzinsumfeld am Markt halte, die aber unter normalen Bedingungen nicht wettbewerbsfähig wären.

Die meisten Firmenpleiten gab es nach Crifbürgel-Berechnungen 2018 in Bremen mit 105 Fällen je 10 000 Unternehmen, die wenigsten in Bayern mit 41 je 10 000 Unternehmen. Der Bundesschnitt lag bei 59 Fällen je 10 000 Firmen.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: dpa / Sören Stache

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