Im Elbtal sollen künftig neue Rotweinsorten reifen. Dafür testet das Sächsische Staatsweingut Schloss Wackerbarth an Standorten in Radebeul sowie in Diesbar-Seußlitz den Anbau neuer Rebsorten, unter anderem aus Frankreich. «Gerade Rotweine profitieren von den klimatischen Bedingungen, ihre Bedeutung wird steigen», sagte Wackerbarth-Geschäftsführerin Sonja Schilg am Dienstag. In den sächsischen Weinbergen könnten daher bald weitere Spitzenrotweine reifen, die man etwa aus dem französischen Beaujolais kenne. «Dort herrschen vergleichbare Verhältnisse - sowohl, was die Böden, als auch das Klima betrifft», erklärte Schilg.
Das Weingut hat am Dienstag auf dem Radebeuler Johannisberg damit begonnen, auf einer Fläche von 1,3 Hektar insgesamt 6500 Rebstöcke der französischen Sorte Gamay in den Boden zu bringen. Der Versuchsanbau ist auf zehn Jahre angelegt. In drei Jahren könne das erste Mal geerntet werden, die darauffolgenden Jahre soll geforscht werden, sagte Schilg. Die Ergebnisse sollen dann auch mit anderen Winzern und Weingütern in Sachsen geteilt werden, um den Weinbau im Elbtal voranzubringen.