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Neustart bei der Messe läuft: 140 Veranstaltungen geplant

Das Doppel-M der Leipziger Messe ist auf einer Glastür am Eingang der Neuen Messe in Leipzig zu sehen. / Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa
Das Doppel-M der Leipziger Messe ist auf einer Glastür am Eingang der Neuen Messe in Leipzig zu sehen. / Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Das Messe-Geschäft läuft seit März wieder an. Die Leipziger Messe freut sich über einen vollen Terminkalender. Ganz ohne Probleme bleibt der Neustart allerdings nicht.

Das Geschäft der Leipziger Messe nimmt nach zwei Corona-Jahren wieder Fahrt auf. «Wir finden wieder in unsere Routinen», sagte Messe-Chef Martin Buhl-Wagner. Allerdings bereite unter anderem ein Personalmangel in der Veranstaltungsbranche Probleme. Seit dem Neustart am 1. März habe es in Leipzig 40 Veranstaltungen mit rund 180.000 Besuchern gegeben. Bis Ende des Jahres seien weitere rund 140 Messen, Kongresse und Events geplant. Corona-Beschränkungen gibt es derzeit keine.

Der Terminkalender für Branchenevents sei bundesweit voll. «Soviel Bewegung war selten, wir erhalten zu dieser Jahreszeit so viele Anfragen wie nie», sagte Buhl-Wagner. «Das freut uns natürlich sehr, aber unsere Raumkapazitäten bleiben begrenzt. Insofern stellt sich für manche Veranstaltung mittlerweile weniger die Frage, ob sie Zuspruch, sondern ob sie ein Zeitfenster findet.»

Auch bei den Dienstleistern gebe es Engpässe. Nach der langen Corona-Pause herrsche Personalmangel bei vielen Partnerfirmen. Es fehlten zum Beispiel Mitarbeiter in der Gastronomie, im Messebau oder bei Wachdiensten. «Der vielfach beklagte Personalmangel trifft auch die Veranstaltungsbranche», sagte der Messe-Geschäftsführer. Auch die weltweiten Lieferkettenprobleme wirkten sich aus. Dringend benötigte Waren fehlten.

Laut Buhl-Wagner haben die Veranstaltungen in der Größe in etwa 80 Prozent des vorpandemischen Niveaus erreicht. «Dieser Vergleich ist aber nicht wichtig. Entscheidend ist vor allem, dass Veranstaltungen überhaupt wieder stattfinden», sagte er. «Wir tragen dazu bei, dass die Wirtschaftsketten wieder in eine Normalität kommen. Wir leben als Messe von Veranstaltungen, nicht nur wirtschaftlich, sondern auch mental.»

Mit Blick auf die Pandemie-Entwicklung im Herbst und Winter sagte der Messe-Chef: «Ich setze sehr darauf, dass wir keine adhoc angesetzten Lockdowns wie in der Vergangenheit mehr erleben werden. Natürlich kann es in kritischeren Phasen wieder zu Regelwerken kommen. Aber diese werden fokussierter ausfallen und auf eine vorbereitete Öffentlichkeit stoßen.»

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