Die Leuchten Manufactur Wurzen muss bis Ende Februar ihren Betrieb einstellen. Trotz einer internationalen Suche sei es nicht gelungen, einen Investor für den Traditionsbetrieb zu finden, teilte Insolvenzverwalter Christian Krönert mit. «Mit dem Verlust dieses Betriebs verschwindet ein selten gewordenes handwerkliches Know-how sowie eine Kulturtechnik von hohem regionalem und überregionalem Wert.»
Das Unternehmen ist laut Krönert Deutschlands älteste Leuchtenmanufaktur. Ihre oftmals handgefertigten Produkte hängen unter anderem in der Semperoper in Dresden, im Bremer Rathaus oder in den Schlössern Hundisburg (Sachsen-Anhalt) und Bad Muskau (Sachsen).
Letzte Interessenten abgesprungen
Seit Ende vorigen Novembers lief in Wurzen ein vorläufiges Insolvenzverfahren. 2025 war ein deutlicher Auftragsrückgang verbucht worden. Das Ziel des Verfahrens war, einen Investor zu finden, um den Spezialbetrieb weiterführen zu können. Ende Januar hätten sich allerdings die letzten beiden potenziellen Interessenten zurückgezogen.
Nach Angaben des Insolvenzverwalters hatte das Unternehmen zuletzt acht Mitarbeiter. Die ersten von ihnen hätten bereits Anfang Februar ihre Kündigungen erhalten.
In den kommenden Wochen werde es darum gehen, das Know-how der Firma wie etwa Konstruktionsdaten und Fertigungsmuster zu sichern. Sollte sich doch noch ein Interessent für einen Einstieg bei der Leuchten Manufactur Wurzen finden, sei dies weiterhin möglich, teilte der Insolvenzverwalter mit.
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