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Landwirte in Sachsen: Eigenes Land statt Pachtung

Ein Landwirt fährt mit dem Mähdrescher über ein Gerstenfeld. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Ein Landwirt fährt mit dem Mähdrescher über ein Gerstenfeld. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Die landwirtschaftlichen Betriebe in Sachsen pachten immer weniger und setzen zunehmend auf eigene Agrarflächen. Das geht aus der aktuellen Landwirtschaftszählung hervor, die das Statistische Landesamt am Dienstag veröffentlichte. Von der landwirtschaftlichen Gesamtfläche von 898.400 Hektar waren im vergangenen Jahr 613.300 Hektar und damit rund 68 Prozent gepachtet. Zum Zeitpunkt der letzten Erhebung in 2016 waren es noch 70 Prozent.

Diese Entwicklung sei laut Landesbauernverband vor allem darin begründet, dass viele Pachtflächen im Freistaat Erbengemeinschaften gehören, die an Verkauf statt eigener Nutzung interessiert sind. «Da Eigentum immer besser als Pacht ist, sind die Landwirte auch immer daran interessiert, Flächen zu kaufen. Somit steigt auch die Quote an Eigenflächen», erklärte ein Verbandssprecher.

Auch der Pachtpreis zahlt auf diese Entwicklung ein. Nach Angaben der Statistiker lag dieser pro Hektar im Jahr 2016 noch bei 173 Euro, in 2020 im Durchschnitt bei 197 Euro. Der Landesbauernverband sieht das unter anderem im Konkurrenzkampf zwischen den Betrieben begründet. Diese würden sich im Ringen um die zur Verfügung stehenden, aber immer weniger werdenden Pachtflächen gegenseitig überbieten.

PM des Statistischen Landesamtes (PDF)

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

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