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IHKs warnen vor zu schneller Anhebung des Mindestlohns

Sachsen, Chemnitz: Das Logo der Industrie- und Handelskammer. / Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
Sachsen, Chemnitz: Das Logo der Industrie- und Handelskammer. / Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Die sächsischen Industrie- und Handelskammern (IHK) warnen vor einer zu schnellen Anhebung des Mindestlohns auf 12 Euro. Aufgrund massiver Steigerungen etwa bei Material- und Energiekosten würde durch eine direkte Anhebung des Mindestlohns die Belastungsgrenze der Betriebe überschritten, hieß es mit Verweis auf eine am Dienstag veröffentlichte Umfrage der IHKs.

Mehr als die Hälfte der 267 befragten Unternehmen gehen demach davon aus, unter anderem ihre Preise für Produkte und Leistungen erhöhen zu müssen, wenn der Mindestlohn ohne Zwischenschritte auf 12 Euro erhöht wird. Alle Befragten gingen zudem von einer Steigerung der Personalkosten um bis zu 25 Prozent aus, was mittelfristig wiederum zur Reduzierung der Belegschaft führen könne. Als Ausgleich zögen die Unternehmen in Betracht, etwa die Arbeitszeit zu reduzieren, feste in pauschale Arbeitsverhältnisse umzuwandeln oder Sonderleistungen wie Umsatzprämien wegfallen zu lassen.

Der Mindestlohn liegt derzeit bei 9,82 Euro brutto pro Stunde und war zu Beginn des Jahres um 22 Cent gestiegen. Die Regierungskoalition aus SPD, Grünen und FDP plant eine Anhebung auf 12 Euro. Normalerweise folgen die Erhöhungsschritte den Vorgaben der Mindestlohnkommission, die mit Vertreterinnen und Vertretern von Arbeitgebern und Gewerkschaften besetzt ist.

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