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Gewerkschaft: Rasche Haribo-Übernahmegespräche mit Katjes

Eine Ampel am Eingang zum Haribo-Werk leuchtet rot. Foto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
Eine Ampel am Eingang zum Haribo-Werk leuchtet rot. Foto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Im Ringen um die Zukunft des Haribo-Werkes in Wilkau-Haßlau dringt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten auf Gespräche mit dem Konkurrent Katjes. «Wir erwarten schnelle Verhandlungen und eine Übernahme durch Katjes», sagte Gewerkschafter Thomas Lißner am Mittwoch. Er verwies darauf, dass Ende März erste Kündigungsfristen auslaufen und den Beschäftigten Arbeitslosigkeit drohe. Mit einer Fotoaktion unter dem Titel «#SagJesHaribo» forderten Beschäftigte die Haribo-Führung auf, eine Übernahme durch den Konkurrenten nicht zu erschweren.

Anfang des Monats war bekannt geworden, dass der Süßwarenhersteller Katjes Interesse an einer Übernahme des Werkes im Landkreis Zwickau hat. Voraussetzung sei, dass dort vegetarische Süßigkeiten hergestellt werden könnten, hatte das Unternehmen erklärt. Nach Auskunft eines Haribo-Sprechers haben beide Unternehmen inzwischen eine Geheimhaltungsvereinbarung unterzeichnet. Dies sei Voraussetzung, um eine Übernahme des Werkes zu sondieren. Er sprach von einem «längeren Prozess», bei dem etwa Besichtigungen vor Ort und Gespräche mit Banken nötig seien. Über Details zum Stand der Verhandlungen könne er wegen der vereinbarten Verschwiegenheit keine Auskunft geben.

Haribo hatte die Produktion in seinem einzigen Werk in Ostdeutschland Ende 2020 heruntergefahren. Von den 150 Beschäftigten hätten inzwischen 30 bis 40 woanders eine neue Anstellung gefunden, hieß es.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

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