Das Jahr 2021 werden die meisten Spargelbauern in Mitteldeutschland wohl schnell wieder vergessen wollen. Nach einem kalten Frühjahr verregnete der niederstarkreiche Mai den Bauern eine gute Ernte. Zu Ostern - normalerweise der Start in die Spargelzeit - gab es nur «sehr begrenzt Spargel», wie Frank Saalfeld, Geschäftsführer beim Verband der Ostdeutschen Spargel- und Beerenobstanbauer (Vosba), rückblickend sagte.
Und dennoch könne man grundsätzlich von «einer den Umständen entsprechend guten Saison» sprechen, betont Saalfeld. Denn durch die geringere Ernte habe es keine Übermengen gegeben, wodurch der Preis auf «zufriedenstellendem» Niveau gelegen hätte. Außerdem sei - bedingt durch den langsamen Wuchs des Spargels - die Qualität des Kaisergemüses überdurchschnittlich gut gewesen.
Auf den Spargelfeldern in Brandenburg haben Erntehelfer in dieser Saison 20 000 Tonnen geerntet. «Das ist eine gute Ernte», sagte Jürgen Jakobs, Vorsitzender des Beelitzer Spargelvereins kurz vor dem Ende der Ernte. Damit liege man rund zehn Prozent unter der Ernte zu Spitzenzeiten. «Nach einem relativ kühlen und nassen Mai und April konnten wir mit schönem Wetter im Juni bei der Ernte aufholen.»