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Dehoga: Lage im Gastgewerbe etwas besser, aber noch kritisch

Ein Schild mit der Aufschrift "Bitte Abstand halten" steht auf dem Tresen. Foto: Bodo Schackow/dpa-zentralbild/dpa/Archivbild
Ein Schild mit der Aufschrift "Bitte Abstand halten" steht auf dem Tresen. Foto: Bodo Schackow/dpa-zentralbild/dpa/Archivbild

Im sächsischen Gaststättengewerbe hat sich die Lage in der Corona-Krise nach Angaben des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) leicht entspannt. «Sie ist aber immer noch kritisch», sagte der Hauptgeschäftsführer Dehoga Sachsen, Axel Klein, am Dienstag in Dresden. Grund für die leichte Erholung seien vor allem Touristen aus dem Inland. Viele von ihnen, so aus Bayern, hätten Sachsen zum ersten Male besucht und seien vom Preis-Leistungsverhältnis sehr angetan gewesen. Anziehungspunkte seien unter anderem die Oberlausitz und die Sächsische Schweiz gewesen.

Die Lage sei aber immer noch ernst, so Klein. Neueste Zahlen will der Verband am Dienstag kommender Woche in Leipzig bekannt geben. In einer Umfrage vom August dieses Jahres hatten 50 Prozent aller Betriebe angegeben, um ihre Existenz zu fürchten.

Eine Reihe von Betrieben könne vom Konjunkturprogramm der Bundesregierung nicht profitieren, kritisierte Klein. Nur Unternehmen, die weniger als 60 Prozent des monatlichen Umsatzes im Vergleich zum Vorjahr erzielen, hätten auf Gelder aus diesem Programm Anspruch. «Viele bekommen so keinen Cent», sagte Klein.

Hilfreich für die Unternehmen sei das Aufstellen von Heizpilzen in der Außengastronomie, für das es in Sachsen kein generelles Verbot gibt, so Klein. Sie seien zwar kein Allheilmittel, aber könnten den Gastronomen helfen, über die kalte Jahreszeit zu kommen. «Jeder Euro Umsatz zählt», sagte Klein.

Bundesweit hat das Gastgewerbe in der Corona-Krise zwischen März und Juni dieses Jahres einen Umsatzverlust in Höhe von 17,6 Milliarden Euro eingefahren. Fast 11 Milliarden Euro davon entfielen allein auf die Monate April und Mai, wie der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga auf Basis von Daten des Statistischen Bundesamts am Dienstag in Berlin mitteilte.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: Ein Schild mit der Aufschrift "Bitte Abstand halten" steht auf dem Tresen. Foto: Bodo Schackow/dpa-zentralbild/dpa/Archivbild

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