Sachsen fehlen nach einem Bericht der «Leipziger Volkszeitung» derzeit 194 Millionen Euro für Ausgaben in der Corona-Pandemie. Das Finanzministerium wollte die Summe am Freitag auf Nachfrage nicht kommentieren, verwies aber auf einen Kassensturz für das Kabinett. Das Ministerium verwaltet den Fonds zur Bewältigung der Corona-Kosten. Da die Mittel des Fonds für den investiven Bereich auf 2,5 Milliarden Euro begrenzt seien, ergebe sich ein «Anpassungsbedarf hinsichtlich der Prioritäten und Maßnahmen, die zur Bewältigung der Corona-Pandemie als notwendig erachtet werden», hieß es: «Es ist unser aller Verantwortung, mit diesen kreditfinanzierten Geldern sehr verantwortungsvoll umzugehen.»
«Die Corona-Eindämmung darf nicht an Geldmangel scheitern, egal ob es um Selbsttests und Luftreinigungsanlagen an Schulen oder um die Finanzlage der Krankenhäuser und Studierendenwerke geht», erklärte der Linke-Politiker Nico Brünler. Die Koalition müsse die Finanzierung sicherstellen, nötigenfalls auch mit weiteren Krediten. «Damit lässt sich aufgrund der Negativzinsen derzeit sogar Geld verdienen.»