Das Braunkohlekraftwerk Deuben ist seit diesem Dienstag vom Netz. Damit ist eines der ältesten deutschen Braunkohlekraftwerke nun außer Betrieb, wie die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft mbH (Mibrag/Zeitz) mitteilte. Es ende die 85-jährige Geschichte des Standortes, wozu das Kraftwerk, eine Brikett- sowie Staubfabrik gehörten. Der Vorsitzende der Mibrag-Geschäftsführung, Armin Eichholz, dankte den Beschäftigten, die teils Jahrzehnte in Deuben tätig waren. Sie hätten viele Veränderungen vollzogen und so manche Klippen gemeistert. «Dabei war auf Sie immer Verlass», sagte er.
Die Mibrag arbeite mit Hochdruck an der Entwicklung neuer Geschäftsfelder. Dazu zählten die Bereiche Recycling, erneuerbare Energien, Wasserstoff und Bio-Brennstoffe. Ziel sei es, das Unternehmen bis zum Ende der Kohleverstromung vollständig zu transformieren.
Der 2020 in Deutschland beschlossene Ausstieg aus der Kohleverstromung und wirtschaftliche Gründe führten den Angaben nach dazu, dass sich die Mibrag mit dem Kraftwerk Deuben am Auktionsverfahren für die vorzeitige Stilllegung von Kraftwerkskapazitäten beteiligte. Mit dem Zuschlag der Bundesnetzagentur wurde der Weg für eine sozialverträgliche Außerbetriebnahme des Kraftwerks frei.