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Veröffentlicht mit publizer in Sachsen

Borkenkäfer breitet sich stark aus: große Schäden erwartet

Sachsens Wäldern drohen erneut immense Schäden durch den Borkenkäfer. Die Schädlinge breiten sich Fachleuten zufolge zunehmend auch in höhere, bisher weniger betroffene Regionen des Erzgebirges aus. «Unsere Hoffnungen, dass sich die Situation normalisiert und sich der Wald erholen kann, erfüllen sich nicht», sagte Umweltminister Wolfram Günther (Grüne) am Freitag. «Wir befinden uns im fünften Jahr der Borkenkäferkrise.»

Nach Beobachtungen der Forstleute hat der Schwarmflug der Käfer dieses Jahr mindestens eine Woche früher begonnen. Daher sei zu befürchten, dass bis zu drei Generationen schlüpfen können und sich die Schäden deutlich ausweiten. Schwerpunkte seien Ostsachsen, das Elbsandsteingebirge, Mittelsachsen sowie das östliche und mittlere Erzgebirge, hieß es.

Förster und Waldbesitzer stöhnen seit Jahren über große Schäden, die die Käfer im Wald anrichten. Sie bohren sich durch die Rinde von Bäumen und legen dort Brutgänge für ihre Nachkommen an. Durch höhere Temperaturen, Trockenheit und Stürme werden Bäume geschwächt, so dass sie weniger widerstandsfähig gegen die Schädlinge sind. «Der enorme Borkenkäferbefall ist eine Folge der Klimakrise», sagte Günther.

Entscheidend im Kampf gegen den Borkenkäfer ist laut Ministerium, befallene Bäume rasch zu finden, zu fällen und aus dem Wald zu bringen. Das ist den Angaben zufolge allerdings mit Mehrkosten für die Waldbesitzer verbunden.

Nach früheren Angaben des Staatsbetriebes Sachsenforst gab es in den extremen Trockenjahren 2019 und 2020 durch Borkenkäfer jeweils rund 2,1 Millionen Kubikmetern Schadholz. Voriges Jahr waren die Schäden auch durch Schutzmaßnahmen und der Witterung mit rund 1,8 Millionen Kubikmeter etwas geringer. Welche Schadholzmengen dieses Jahr anfallen werden, lasse sich momentan nur grob schätzen, hieß es am Freitag. Betroffen ist vor allem die Fichte als häufigste Baumart in Sachsen. Aber auch andere Bäume wie Kiefern werden befallen.

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