Der bundesweite Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) bei der Deutschen Bahn führt seit Donnerstagmorgen zu zahlreichen Zugausfällen und Verspätungen in Sachsen. Der Ausstand im Personenverkehr sei um 2.00 Uhr angelaufen, bestätigte eine Bahnsprecherin am Donnerstagmorgen.
Bahnreisende müssen sich demnach auf massive Einschränkungen einstellen. Im Fernverkehr fährt planmäßig nur etwa jeder vierte Zug, bei Regionalzügen und S-Bahnen fahren nur rund 40 Prozent aller Züge. In Sachsen müssen Fahrgäste mit Beeinträchtigungen bei den Regionalzügen RB 113 und RE 50 zwischen Leipzig und Geithain beziehungsweise Leipzig und Dresden rechnen, sowie bei den S-Bahnen S 2, S 3, S4 und S 5 in und um Leipzig und den Linien S 1 und S 3 in und um Dresden.
Schon seit Mittwochnachmittag bestreikt die Gewerkschaft den Güterverkehr. Trotz eines neuen Angebots der Bahn hat die GDL in der Nacht den Arbeitskampf wie geplant auch im Personenverkehr wieder aufgenommen. Es ist das dritte Mal binnen weniger Wochen, dass Hunderttausende Pendler und Bahnreisende von den Arbeitsniederlegungen getroffen werden. Der Streik soll nach dem Willen der GDL bis Dienstagnacht dauern. Die Gewerkschaft kündigte mehrere Streik-Kundgebungen für Donnerstag, Freitag und Montag an. GDL-Chef Claus Weselsky plant demnach Auftritte in Leipzig, Nürnberg, Magdeburg und Berlin.