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Bahnstreiks: Auch in Sachsen starke Einschränkungen

Ein Passagier legt am Leipziger Hauptbahnhof seine Beine auf seine Koffer. Foto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa
Ein Passagier legt am Leipziger Hauptbahnhof seine Beine auf seine Koffer. Foto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Der bundesweite Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) bei der Deutschen Bahn führt seit Donnerstagmorgen zu zahlreichen Zugausfällen und Verspätungen in Sachsen. Der Ausstand im Personenverkehr sei um 2.00 Uhr angelaufen, bestätigte eine Bahnsprecherin am Donnerstagmorgen.

Bahnreisende müssen sich demnach auf massive Einschränkungen einstellen. Im Fernverkehr fährt planmäßig nur etwa jeder vierte Zug, bei Regionalzügen und S-Bahnen fahren nur rund 40 Prozent aller Züge. In Sachsen müssen Fahrgäste mit Beeinträchtigungen bei den Regionalzügen RB 113 und RE 50 zwischen Leipzig und Geithain beziehungsweise Leipzig und Dresden rechnen, sowie bei den S-Bahnen S 2, S 3, S4 und S 5 in und um Leipzig und den Linien S 1 und S 3 in und um Dresden.

Schon seit Mittwochnachmittag bestreikt die Gewerkschaft den Güterverkehr. Trotz eines neuen Angebots der Bahn hat die GDL in der Nacht den Arbeitskampf wie geplant auch im Personenverkehr wieder aufgenommen. Es ist das dritte Mal binnen weniger Wochen, dass Hunderttausende Pendler und Bahnreisende von den Arbeitsniederlegungen getroffen werden. Der Streik soll nach dem Willen der GDL bis Dienstagnacht dauern. Die Gewerkschaft kündigte mehrere Streik-Kundgebungen für Donnerstag, Freitag und Montag an. GDL-Chef Claus Weselsky plant demnach Auftritte in Leipzig, Nürnberg, Magdeburg und Berlin.

Die Lokführergewerkschaft kämpft um mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen für ihre Mitglieder. Mit dem auf mehr als fünf Tage angesetzten Streik in der laufenden Tarifrunde bei der Bahn will die GDL ihren Forderungen nach insgesamt 3,2 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 28 Monaten sowie einer Corona-Prämie von 600 Euro mehr Nachdruck verleihen. Die Deutsche Bahn hatte ursprünglich eine deutlich längere Laufzeit von rund 40 Monaten angestrebt. Mit dem neuen Angebot hat sie nun 36 Monate in Aussicht gestellt sowie eine Corona-Prämie von bis zu 600 Euro.

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Presseblog DB

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

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