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9-Euro-Ticket: Sachsen lässt Abstimmungsverhalten offen

Ein 9 Euro Ticket ist auf dem Display eines Smartphones zu sehen. / Foto: Marijan Murat/dpa/Symbolbild
Ein 9 Euro Ticket ist auf dem Display eines Smartphones zu sehen. / Foto: Marijan Murat/dpa/Symbolbild

Sachsen lässt zurzeit offen, ob es am Freitag im Bundesrat seine Zustimmung zum 9-Euro-Ticket gibt. Der Freistaat fordere Nachbesserungen, sagte ein Regierungssprecher am Dienstag. So seien die vom Bund angekündigten 2,5 Milliarden Euro als Ausgleich für die Einnahmeausfälle zu wenig. Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) hatte vom Bund zuletzt eine vollständige Kostenübernahme gefordert. Zuvor hatten die «Leipziger Volkszeitung» und der MDR berichtet.

Dulig sagte der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag, dass die Details der Finanzierung gerade in Berlin verhandelt würden. «Ich kann nur an alle appellieren, auch an den Bund, ein gutes Verhandlungsergebnis bis zur Bundesratssitzung zu erzielen, damit die Bundesländer auch zustimmen können.» Der Bund wolle das Ticket mit 2,5 Milliarden Euro finanzieren, aber es fielen noch mehr Kosten im Rahmen des ÖPNV-Rettungsschirmes an. «Ich erwarte, dass es eine saubere, klare Lösung gibt, damit wir den Einsatz des 9-Euro-Tickets ab dem 1. Juni nicht gefährden.»

Ab diesem Datum sollen die Billigtickets gelten, die Teil eines milliardenschweren Entlastungspakets für die Bürger wegen der hohen Energiepreise sind. Konkret sollen sie im Juni, Juli und August bundesweit Fahrten im Nah- und Regionalverkehr für je 9 Euro im Monat ermöglichen - viel günstiger als normale Monatskarten. Schon am 23. Mai soll der Verkauf bei der Bahn und anderen Anbietern losgehen. Voraussetzung ist aber, dass Bundestag und Bundesrat dem Gesetz zur Finanzierung zustimmen.

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