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Veröffentlicht mit publizer in Sachsen

28. Dresdner Stollenmädchen heißt Salome und ist Sorbin

Salome Selnack aus Kamenz (Landkreis Bautzen) in Sachsen ist das 28. Dresdner Stollenmädchen. «Es ist mir eine große Ehre», sagte die 17-Jährige, die in Dresden eine Ausbildung zur Konditorin macht, bei ihrer Vorstellung am Dienstag. Sie wird nun ein Jahr lang auch überregional für die Köstlichkeit werben. Der Dresdner Christstollen sei «Weihnachtsbotschafter schlechthin und steht für jahrhundertalte Tradition, hochwertige Zutaten und raffiniertes Handwerk».

Salome ist Teamplayer, aufgeschlossen und neugierig, wie ihre Kollegen sie beschreiben, und die erste Sorbin in diesem Amt. Sie wuchs in der Bäckerei ihrer Eltern in der Lausitz auf, einem Siedlungsgebiet der nationalen Minderheit, und kennt das Metier von klein auf. «Sowohl das Handwerk als auch unsere sorbischen Sitten und Gebräuche haben mich tief geprägt», berichtete sie. In ihrer Freizeit schraubt sie selbst an ihrer kultigen alabasterweißen Schwalbe, einem Moped aus DDR-Zeiten, herum, mit der sie zum ersten Termin rauschte.

Der Verband wählt seit 1995 alljährlich im Herbst ein Dresdner Stollenmädchen. Die Bewerberinnen müssen gute Noten in der Berufsschule, brillantes Fachwissen und große Leidenschaft für Dresdens Weihnachtsgebäck Nummer eins haben. Ein Stollenmädchen hat in seiner Amtszeit bis zu 60 Pflichttermine und wirbt unter anderem auch auf der Grünen Woche oder der Reisemesse ITB für das Traditionsgebäck, dessen Ursprünge bis ins 14. Jahrhundert zurückreichen.

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