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Landeshochwasserzentrum sieht keine Bedrohung für Sachsen

Im Zuge des über Deutschland liegenden Tiefs «Bernd» besteht in Sachsen nach Einschätzung von Hydrologen keine Hochwassergefahr. Es gebe auch mit Blick auf die nächsten Tage «keine bedrohlichen Signale», sagte Andy Philipp vom Landeshochwasserzentrum am Donnerstag. Bis zum Wochenende werde es lokal und kurzzeitig noch Starkregen und Gewittergüsse geben, allerdings nicht in der Dimension vom 13. Juli. Die Lage beruhige sich am Sonntag und Ende nächster Woche sei «eine absolut durchschnittliche Beregnung» zu erwarten.

Die Übersichtskarte der Behörde enthält aktuell keine Hochwasserwarnungen. Auch in der Elbe sinkt der Wasserstand seit der Nacht wieder, am Nachmittag auf 2,99 Meter in Dresden. «Es gibt seit einiger Zeit einen erhöhten Durchfluss», sagte der Hydrologe. Es sei nach dem Niedrigwasser in den Vorjahren auch gut, dass Wasser ins System komme. Bis Mitte nächster Woche kämen sicher noch ein paar Liter dazu, auch aus dem tschechischen Einzugsgebiet.

Im mittleren Erzgebirge, Vogtland und Mittelsachsen hatten Unwetter mit heftigem Starkregen in der Nacht zum Mittwoch vielerorts Schäden verursacht, eine Sturzflut einen Mann mitgerissen. Der 53-Jährige wird seitdem vermisst. Auch da registrierten Hydrologen nur geringfügige Überschreitungen der Richtwerte in den Gewässern der Regionen. «Das Geschehen geht nicht immer von Flüssen aus, Wasser fließt auch wild ab», erklärte Philipp.

Entstehung und Auswirkungen der Unwetter sind nach seinen Angaben nicht vergleichbar mit der Lage im Westen. Dauerregen verwandelte in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen Flüsse und Bäche in reißende Fluten. Mindestens 42 Menschen starben nach Unwettern, Dutzende werden vermisst und vielerorts war die Lage unübersichtlich.

Übersichtskarte Landeshochwasserzentrum

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH