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Hochwasser in der Elbe: Pegelstände gehen weiter hoch

Ein Schild weist auf Hochwasser hin. Foto: Andreas Arnold/dpa/Symbolbild
Ein Schild weist auf Hochwasser hin. Foto: Andreas Arnold/dpa/Symbolbild

Auch in der Elbe ist aufgrund von Tauwetter und Regen in ihrem tschechischen Einzugsgebiet Hochwasser. Am Pegel Schöna wurde der Richtwert für die unterste Alarmstufe am frühen Freitagmorgen überschritten, am Vormittag waren es dort 4,25 Meter - Tendenz steigend. «Die Welle rollt», sagte eine Sprecherin des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) in Dresden. Der langgestreckte Hochwasserscheitel werde in der Nacht zum Montag Riesa erreicht haben, mit einem Überschreiten der Alarmstufe 2 rechnen die Hydrologen derzeit aber nicht. «Es gibt lokal Einschränkungen, aber keine akute Gefahr.»

Für Europas viertgrößten Fluss entscheidend ist das Wetter am Oberlauf. Er wird zu 95 Prozent aus dem großen tschechischen Einzugsgebiet gespeist, das Wasser kommt daher mehrere Stunden zeitverzögert in Deutschland an. In Dresden erwarten die Hydrologen den Höchststand für die Nacht zum Sonntag. Dort wurde der Betrieb zweier Elbfähren wegen Hochwassers eingestellt. «Johanna» muss pausieren und wurde am Ufer vertäut, wie die Dresdner Verkehrsbetriebe mitteilten. Auch die Personenfähre am Schloss Pillnitz kann nicht fahren.

«Bei Alarmstufe 1 tritt ein Fluss über die Ufer, aber es gibt keine großflächigen Überschwemmungen», sagte die LfULG-Sprecherin. «Wir sind weit weg von einer Katastrophe.» In den anderen Flussgebieten im Freistaat hat sich die Lage unterdessen bei sinkenden Wasserständen entspannt. Am Morgen wurde auch für die Mulde Entwarnung gegeben. Nur die wegen einer Baustelle zum Hochwasserschutz verengte Zwönitz ist am Pegel Burkhardtsdorf noch im Alarmbereich.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH