Der Corona-Lockdown hat die Radfahrausbildung von Schulkindern nach Einschätzung der Landesverkehrswacht stark beeinträchtigt. Sowohl im ersten Lockdown 2020 als auch während der Schließungen seit November hätten jeweils Hunderte Viertklässler die praktische Ausbildung verpasst, sagte Kati Walther, Geschäftsführerin der Landesverkehrswacht Sachsen. Erst jetzt gehe alles langsam wieder los.
Die versäumte Ausbildung lasse sich auch nicht mehr nachholen, sagte Walther. Kurzfristige Termine ließen sich nicht ansetzen, weil die Polizei, die die Kurse gemeinsam mit der Verkehrswacht gestaltet, übers Jahr immer «voll ausgebucht» sei. Sie könne leider nicht mehr Termine anbieten. Spätere Nachholtermine in den fünften Klassen seien unmöglich, weil sich die Schülerinnen und Schüler auf die verschiedensten Schulen verstreuten.
Die Landesverkehrswacht habe erwogen, die Ferien für die Radfahrausbildung zu nutzen, sagte Walther. Aber das sei schwieriger als gedacht gewesen, weil sich in Ferienzeiten andere Versicherungsfragen als in der Schulzeit stellten. «Das wäre ein Aufwand gewesen, den wir nicht stemmen können», sagte Walther.