Seit Wochenbeginn lassen Einwohner und Polizei nichts unversucht, um die neunjährige Valeriia im mittelsächsischen Döbeln zu finden. Mit Tauchern, Drohne, Hubschrauber, Spezialhunden und Hunderten Polizisten wurde nach ihr gesucht. Sogenannte Super-Recogniser sichteten Mengen an Bildern und Videos. Viele Einwohner inspizierten ihre Keller, Schuppen oder Gärten und auch private Suchtrupps sind unterwegs. Doch von dem Mädchen fehlt jede Spur. Weder ihr rosafarbener Ranzen noch ein Kleidungsstück oder irgendein anderer Hinweis wurde gefunden. «Wir schließen nach wie vor nichts aus», betont Polizeisprecher Andrzej Rydzik. Dazu zähle eine Entführung, aber auch, dass sich das Kind versteckt hat oder verunglückt ist.
«Die Betroffenheit in der Bevölkerung ist sehr groß», sagt Döbelns Oberbürgermeister Sven Liebhauser (CDU). «Wir alle hoffen, dass sie schnellstmöglich gesund und munter gefunden wird.» Für die Menschen in Döbeln sei das eine Ausnahmesituation. «Auch als Vater geht mir das sehr nahe.» Er beobachte in seiner Stadt aber viel Solidarität und Hilfsbereitschaft, für die er sehr dankbar sei.