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Polizei in Bayern schnappt mutmaßlichen Betrüger nach Tat

Eine ältere Dame nimmt in ihrer Wohnung ein Telefongespräch an. / Foto: Roland Weihrauch/dpa/Archivbild
Eine ältere Dame nimmt in ihrer Wohnung ein Telefongespräch an. / Foto: Roland Weihrauch/dpa/Archivbild

Es kommt nicht oft vor, dass die Festnahme eines Verdächtigen zu seinem mutmaßlichen Opfer führt. In Hof wurde durch eine Festnahme eine Tat in Zwickau aufgedeckt.

Kurz nach der Tat hat die Polizei einen mutmaßlichen Trickbetrüger festgenommen, der einen 86-Jährigen aus Zwickau um Geld, Schmuck und Gold im Wert von 65.000 Euro gebracht haben soll. Im Zuge von Ermittlungen in Betrugsfällen stieß die Kriminalpolizei Hof auf den tatverdächtigen 43-Jährigen, wie die Staatsanwaltschaft Hof am Donnerstag mitteilte. Die Beamten durchsuchten demnach am Montag ein von ihm angemietetes Hotelzimmer in Hof und fanden dabei Beweismittel für eine am selben Tag begangene mutmaßliche Betrugstat in Zwickau (Sachsen).

Laut Staatsanwaltschaft konnte in Zusammenarbeit mit der Polizeidirektion Zwickau der Geschädigte ausfindig gemacht werden, der die Tat nach Angaben der Polizei Zwickau zu dem Zeitpunkt noch nicht angezeigt hatte. Der 86-Jährige gab an, am Montagnachmittag einen sogenannten Schockanruf erhalten zu haben, wie die Polizei in Zwickau am Donnerstag mitteilte. Demnach berichtete ihm eine unbekannte Anruferin von einem angeblichen Verkehrsunfall seiner Schwiegertochter. Der Mann wurde aufgefordert, eine Kaution zu bezahlen. Auch wurde er nach Wertsachen ausgefragt.

Der Mann übergab schließlich Bargeld, Schmuck und Gold im Wert von 30.000 Euro einem Abholer. Kurz darauf meldeten sich die Betrüger erneut und sagten, dass die Kaution nicht ausreiche. Der 86-Jährige hob den Angaben nach Geld bei einer Bank ab und übergab es an denselben Abholer. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Hof erließ ein Ermittlungsrichter am Dienstagnachmittag Haftbefehl gegen den 43-Jährigen, der sich nun wegen des Verdachts des Betruges strafrechtlich verantworten muss.

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