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Verbotenes Aufnahmeritual: Zwei Führungskräfte suspendiert

Ein Einsatzwagen der Polizei steht vor einer Dienststelle. / Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild
Ein Einsatzwagen der Polizei steht vor einer Dienststelle. / Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

Wegen eines verbotenen Aufnahmerituals beim Mobilen Einsatzkommando (MEK) Leipzig hat das Landeskriminalamt (LKA) zwei Führungskräfte suspendiert. Die Beamten seien nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen in dem Fall als Haupttäter zu erkennen, teilte das LKA am Mittwoch mit. Ihnen sei mit sofortiger Wirkung die Führung der Dienstgeschäfte untersagt worden.

Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden ermittelt gegen insgesamt 25 MEK-Angehörige und eine Polizeiärztin wegen des Aufnahmerituals. Im Dezember 2020 soll für zwei neue Kommando-Angehörige eine verbotene «Abschlussprozedur» zum Ende ihrer Probezeit abgehalten worden sein. Einer der beiden sei mit mehreren Schüssen aus einer Übungswaffe getroffen und verletzt worden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit. Es sei eine nicht tödliche Übungsmunition zur Farbmarkierung abgefeuert worden.

Das Landeskriminalamt hat selbst die Strafanzeige gestellt. Der Fall in Leipzig sei im Zuge der Munitionsaffäre des MEK Dresden ans Licht gekommen, teilte das LKA mit. Weitere Ermittlungen innerhalb der Polizei hätten zu dem Abschlussritual geführt. Bei der Munitionsaffäre geht es um den Diebstahl von Polizeimunition und ein nicht erlaubtes Schießtraining auf einer privaten Anlage.

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