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Mann täuscht Schlangenbiss vor und löst Großeinsatz aus

17.07.2020 von

Foto: Ein Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs. Foto: Christophe Gateau/dpa/Symbolbild

In Zittau hat sich ein 39-Jähriger einen wahrscheinlich kostspieligen Spaß mit einem Schlangenbiss erlaubt. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, hatte ein Mann am Donnerstagabend einen Notruf abgesetzt und angegeben, dass er in einem Wald bei Bad Muskau (Landkreis Görlitz) von einer Kreuzotter gebissen worden sei. Anschließend sei das Gespräch abgebrochen.

Wegen des Notrufs begann eine großangelegte Suche nach dem vermeintlich Verletzten, an der Streifen der Reviere Weißwasser und Zittau-Oberland, der Sonderkommission «Argus» aus Görlitz und der Bundespolizei beteiligt waren.

Nach der erfolglosen Suche führte eine Handyortung die Beamten ins mehr als 80 Kilometer von Bad Muskau entfernte Zittau. Dort habe der 39-Jährige die Ordnungshüter grinsend mit den Worten «Da seid ihr aber schön drauf reingefallen» empfangen, teilte die Polizei mit. Der Mann sei wohlauf gewesen und habe die medizinische Notlage offensichtlich inszeniert.

Wegen Missbrauchs des Notrufs wird sich der Mann laut Polizei nun wohl strafrechtlich verantworten müssen. Zudem komme auf den Beschuldigten eine umfangreiche Rechnung zur Begleichung aller Einsatzkosten zu.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: Ein Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs. Foto: Christophe Gateau/dpa/Symbolbild

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