Die Weißstörche kehren aus den Winterquartieren nach Sachsen zurück und nehmen wieder ihre Horste in Beschlag. Die ersten Rückkehrer datiert das Team Sachsenstorch in seiner Online-Übersicht um den 18. Februar - etwa in Großwig (Landkreis Nordsachsen), Frohburg und Syhra (Landkreis Leipzig) sowie Glauchau und Cunersdorf (Landkreis Zwickau). Seither sind weitere dazugekommen. In Sachsen haben in den vergangenen Jahren jeweils um die 300 Storchenpaare gebrütet. Damit sei der vorherige Rückgang der Brutpaare vorerst gestoppt, erklärte Expertin Sylvia Siebert vom Naturschutzinstitut in Dresden. 2004 waren es noch 371 Brutpaare.
Zuletzt habe der Zuzug von Tieren aus anderen Regionen die Population gestützt, erläuterte Siebert. Jüngste Hochrechnungen stimmen sie froh: Demnach haben 2020 die Storchenpaare in Sachsen knapp 600 Junge aufgezogen. Mit im Schnitt rund 2 Jungen pro Brutpaar sei erstmals seit etwa 20 Jahren wieder eine Rate erreicht, mit der sich die Population im Freistaat aus sich heraus reproduzieren könne, betonte die Expertin. Niststätten gebe es in Sachsen für Störche genügend, es mangele den Vögeln aber an ausreichend Nahrung. Dazu brauche es Feuchtwiesen, Tümpel mit flachen Ufern, Wiesen mit gestaffelter Mahd sowie Ackerrandstreifen.