Die Grünen im Sächsischen Landtag drängen auf einen besseren Schutz für Stadtwälder im Freistaat und fordern deshalb eine Reform des Waldgesetzes. «Der Stadtwald in Sachsen ist weitestgehend ungeschützt und wird es wohl auch weiterhin bleiben», erklärte die Fraktion in Auswertung einer Kleinen Anfrage im Landtag. Erst kürzlich sei in der Dresdner Albertstadt der 1,2 Hektar große «Wald am Holunderwäldchen» vollständig gerodet worden.
Regierung plant keine entsprechende Anpassung des Waldgesetzes
Die Grünen verweisen darauf, dass nach dem sächsischen Waldgesetz Genehmigungen für ein Abholzen erst ab einer Fläche von zwei Hektar notwendig sind. «Statt gezielter Wiederaufforstung ist vielerorts eine Ausbreitung invasiver Arten zu beobachten. Die Staatsregierung plant im Freistaat dennoch keine Anpassung des Waldgesetzes», hieß es. Das hatte das für Forst zuständige Umwelt- und Agrarministerium in der Antwort auf die Kleine Anfrage so mitgeteilt.