Sonnenschein und höhere Plusgrade locken vielerorts die Bienen wieder aus ihren Behausungen. Nahrung finden sie nach dem kargen Winter etwa an Krokussen und Weiden. Doch nicht jeder Imker kann sich freuen: Erneut haben einige hohe Verluste zu beklagen, weil Völker den Winter nicht überlebt haben. «Das ist ganz unterschiedlich: Mancher hat Totalverlust, andere haben gar keine Völker eingebüßt», sagte der Vorsitzende des Landesverbandes Sächsischer Imker, Michael Hardt, der Deutschen Presse-Agentur. Er schätzt, dass die Verluste insgesamt nicht dramatischer sind als in anderen Jahren.
Zwar seien die Umweltbedingungen für Bienen auf dem Land mitunter schwierig - etwa wegen des knappen Futterangebotes ab dem Sommer. Das treffe aber vor allem Wildbienen. Honigbienen erhalten vom Imker Futter, um sich einen Vorrat für den Winter anzulegen. Als häufigste Ursache für den Verlust von Völkern sieht Hardt die Varroamilbe. Wenn der Imker diesen Schädling nicht in den Griff bekomme und rechtzeitig gegensteuere, seien die Verluste meist hoch, sagte er.