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Hoffnung auf eingedämmte Afrikanische Schweinepest

Ein Schwein steht im Stall eines Mastbetriebes. / Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild
Ein Schwein steht im Stall eines Mastbetriebes. / Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild

Die Afrikanische Schweinepest hat sich in Sachsen nach Darstellung des Krisenstabs regional nicht weiter ausgebreitet. «Aktuell gibt das reduzierte Seuchengeschehen Anlass zur Hoffnung, dass wir die Seuche eingedämmt haben», sagte der Leiter des Krisenstabs, Staatssekretär Sebastian Vogel, am Dienstag in Dresden.

Seit Sommer sei die Ausbreitung gebremst und die Seuche auf die festgelegte Sperrzone begrenzt. Seit dem ersten Ausbruch Ende Oktober 2020 wurden insgesamt 1819 Fälle gemeldet - alle aus den Landkreisen Görlitz, Bautzen und Meißen. Bisher sei es gelungen, ein Übergreifen auf Schweinehaltungen zu verhindern, hieß es.

Sachsen hat allein dieses Jahr rund 18 Millionen Euro in den Kampf gegen die Tierseuche investiert - etwa in Zäune, die verstärkte Bejagung und die Biosicherheit von Schweinebetrieben. Insgesamt gibt es knapp 500 Kilometer Wildabwehrzaun, um die Ausbreitung des Virus zu bremsen. Zudem werden verendete Wildschweine gezielt mit Hunden und Drohnen gesucht und in der Sperrzone Wildschweine mit Fallen gejagt. Auch werden landesweit alle erlegten Wildschweine auf das Virus untersucht. Dieses Jahr seien dies bisher mehr als 24.600 Tiere gewesen, 974 waren den Angaben nach positiv.

Die Afrikanische Schweinepest ist eine schwere Virusinfektion, die Wildschweine und Hausschweine betrifft. Sie verläuft fast immer tödlich. Für den Menschen sowie für andere Tierarten ist sie nicht ansteckend. Vogel mahnte, im Kampf gegen die Seuche nicht nachzulassen und verwies auf herbe Absatzprobleme und Einbußen für hiesige Schweinehalter. Erst wenn ein Jahr lang kein neuer Fall auftrete, könnten die Restriktionszonen aufgehoben werden.

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