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Schwarz zur Sieglos-Serie: Wichtig ist, «nicht zu hadern»

Trainer Sandro Schwarz macht sich um die mentale Verfassung seiner Mannschaft nach dem vierten sieglosen Spiel in Serie keine Sorgen. «Das eine ist das Ergebnis, Frustration gehört dann auch dazu», sagte der Coach von Hertha BSC am Montag vor Journalisten in der Hauptstadt. «Wichtig ist dann aber auch, nicht zu hadern und auf die Tabelle zu schauen: Es hätten ja vier oder sechs Punkte mehr sein können.» Vielmehr gehe es um die Inhalte, was bräuchten sie für ihr Spiel, erklärte der 43-Jährige.

Die Hertha hatte sich am Sonntag m Olympiastadion 2:2 vom Tabellenzweiten der Fußball-Bundesliga, SC Freiburg, getrennt. Es war zwar das fünfte Spiel ohne Niederlage in Serie, aber auch das vierte Remis nacheinander. Mit acht Punkten aus den bisherigen neun Meisterschaftsspielen liegt die Hertha auf dem 14. Tabellenplatz, zwei Punkte vom Relegationsrang entfernt.

Er erlebe die Spieler, dass auch sie kämpferisch seien. Er sehe nicht, dass sie «in Mitleid verfallen» würden, sagte Schwarz. «Ich habe nicht das Gefühl, dass hier einer mit gesenktem Kopf in die Kabine kommt» und denke, sie hätten aber ein paar Punkte verschenkt.

Dass es am kommenden Samstag wieder schwer wird, ist Schwarz bewusst, die Hertha muss bei RB Leipzig antreten. Dabei kommt es auch zum Treffen mit Marco Rose, Trainer des sächsischen Clubs. Schwarz und Rose sind enge Freunde.

«Wir werden jetzt nicht übers Spiel reden», sagte Schwarz zu den Gesprächen in dieser Woche und lachte. «Dennoch werden wir uns weiter schreiben und telefonieren, da geht es aber nicht darum, über Fußball zu sprechen, sondern was den Alltag betrifft, die Familie und Freunde», erklärte er und freute sich, dass sie sich nach «einer längeren Zeit» wiedersehen würden.

Einmal seien sie als Trainer schon gegeneinander angetreten, erinnerte sich Schwarz. Es war im August 2019, Schwarz war Coach beim FSV Mainz, bei dem Rose einst als Profis gespielt hatte. Rose trainierte Borussia Mönchengladbach. Schwarz kassierte damals mit dem FSV eine 1:3-Heimniederlage. «Für viele drumherum ist es viel spezieller als für uns», betonte er mit Blick auf das nun bevorstehende Duell. Sie kämen an, würden bestmöglich ihren Job machen. «Und dann fahren wir wieder nach Hause», erklärte Schwarz.

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