Der erste Liebesgruß geht immer nach Hause. Marcel Sabitzer sucht nach einem Tor den kürzesten Weg zur nächsten TV-Kamera und formt mit seinen Händen ein Herz. Adressaten der Botschaft sind Freundin Katja und die erst vier Monate alte Tochter Mary Lou, die dem österreichischen Fußball-Nationalspieler von RB Leipzig vor dem Fernseher zujubeln.
Und sie können sich über zu wenig Herzchen bisher nicht beschweren. Zweimal traf Sabitzer im DFB-Pokal, einmal in der Liga. Dazu kamen drei Vorlagen im Spiel bei Union Berlin. Seine Ausbeute aus der Vorsaison von wettbewerbsübergreifenden fünf Toren und sechs Vorlagen hat Sabitzer bereits nach zwei Spielen zur Hälfte in der Statistik.
Österreichs Fußballer des Jahres von 2017 ist nach einer mäßigen Saison wieder in der Spur. Der Grund trägt den Namen Julian Nagelsmann. «Ich habe viele Freiheiten. Das tut mir gut. Ich bewege mich gut zwischen den Linien, wo ich immer anspielbar bin. Dadurch habe ich kurze Wege zum Tor. Mir gefällt es, wie der Trainer spielen lässt. Da will ich ihm das zurückzahlen», sagt Sabitzer.