Das von Ausschreitungen überschattete Fußball-Bundesliga-Spiel zwischen Borussia Dortmund und RB Leipzig ist trotz Warnungen aus Leipzig nicht als Risikospiel eingestuft worden. Bereits im November hatte die Gastmannschaft RB Leipzig das NRW-Innenministerium nach Vorfällen in Nordrhein-Westfalen um zusätzlichen Schutz für Bus und Mannschaft und eine Neubewertung der Risikolage gebeten. Die Polizei sei dieser Bitte mit «umfangreichen Schutzmaßnahmen» nachgekommen, sagte der Inspekteur der NRW-Polizei, Bernd Heinen, am Donnerstag im Innenausschuss des Düsseldorfer Landtags. Als Risikospiel sei die Partie aber nicht eingestuft worden. Die Polizei sei mit 237 Beamten und «nachalarmierten» Kräften richtig aufgestellt gewesen.
Wichtig sei eine besondere Sicherung der An- und Abfahrt des Mannschaftsbusses, nachdem der Bus im September und November 2016 in Köln und Leverkusen attackiert worden war, heißt es in dem Brief aus Leipzig vom 21. November. Über das Schreiben der Geschäftsführung von RB Leipzig an das Haus von Innenminister Ralf Jäger (SPD) hatten «WAZ» und «Westfälische Rundschau» zuerst berichtet.