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Pokal-Spezialist Poulsen zu stark: Leipzig wirft HSV raus

Leipzigs Timo Werner am Boden. / Foto: Torsten Silz/dpa/Archivbild
Leipzigs Timo Werner am Boden. / Foto: Torsten Silz/dpa/Archivbild

Max Eberl grinste zufrieden auf der Tribüne, als RB Leipzigs Pokal-Spezialist Yussuf Poulsen sich von seinen Mitspielern auf dem Rasen gratulieren ließ. Per Doppelpack hat der dänische Fußball-Nationalspieler beim 4:0 (2:0) gegen den Hamburger SV schon vor der Pause für die Entscheidung gesorgt. Mohamed Simakan (68. Minute) und Benjamin Henrichs (82.)  ebneten dem Titelverteidiger am Dienstag schließlich mit weiteren Treffern den Weg ins Achtelfinale. 

Hamburgs Sportchef Jonas Boldt zeigte sich nach dem Abpfiff von einer Szene kurz vor der Halbzeit genervt, bei der aus seiner Sicht RB-Profi Mohamed Simakan nach einer mutmaßlichen Tätlichkeit gegen Bakery Jatta Rot hätte sehen müssen. «Ich weiß nicht, warum er es nicht geahndet hat», sagte Boldt bei Sky über den Schiedsrichter. «Es fällt schwer, sich da nicht aufzuregen darüber.»

Leipzigs künftigem Sportchef Eberl dagegen dürfte die routinierte RB-Vorstellung vor 44.787 Fans gut gefallen haben. Nahe Eberl nahm auf der VIP-Tribüne auch Ralf Rangnick Platz, der als Architekt des Leipziger Erfolgs gilt. Ebenfalls unter den Zuschauern war der frisch an der Hand operierte Christopher Nkunku. Deutschlands Fußballer des Jahres verpasste nach 71 Spielen erstmals wieder eine Partie der Leipziger. Zuletzt hatte Nkunku am 8. Mai 2021 wegen Rückenproblemen gefehlt.

Für den französischen Offensivkünstler kam Poulsen zu seinem ersten Startelf-Einsatz in dieser Saison. Und Leipzigs Mr. DFB-Pokal lieferte. Mit seinen beiden Treffern (33./36.) schraubte der lange von Verletzungsproblemen geplagte Stürmer sein Tore-Konto im Pokal auf zwölf Treffer. In seinen nun 28 Einsätzen bereitete der 28-Jährige zudem 14 Treffer vor.

Im sechsten Spiel binnen 18 Tagen überließ Leipzig zunächst dem HSV das Spiel. Am gefährlichsten wurde es durch einen Distanzschuss von Miro Muheim, dessen Geschoss aus 20 Metern erst die Latte und dann den Pfosten traf. Leipzigs erster Torschuss erfolgte durch Benjamin Henrichs erst in der 28. Minute. Der HSV machte das Spiel, freute sich über fast 60 Prozent Ballbesitz - und tappte damit in die Leipziger Konterfalle.

Der starke Dominik Szoboszlai bediente Außenverteidiger Mohamed Simakan, dessen Hereingabe Poulsen ins leere Tor schob. Drei Minuten später war es nahezu dasselbe Muster, mit dem Hamburg übertölpelt wurde. Szoboszlai eroberte den Ball, schickte André Silva - und wieder schob Poulsen den Ball ins leere Tor. Leipzigs Trainer Marco Rose hatte das Spiel des HSV vorher als «kein Hexenwerk» bezeichnet, der Halbzeit-Stand gab ihm recht.

Der 46-Jährige erlaubte sich, Abwehrchef Willi Orban zur Pause rauszunehmen und ihn zu schonen. Für Orban kam der kroatische Jungstar Josko Gvardiol, den der FC Chelsea verpflichten möchte.

Das Spiel änderte sich zunächst nicht. Der HSV hatte den Ball, aber keine Chancen. Leipzig beschränkte sich vornehmlich auf Konter, Emil Forsberg (57.) scheiterte an HSV-Torwart Daniel Heuer Fernandes. Auf der anderen Seite hielt Janis Blaswich (58.) einen Kopfball von Ransford Königsdörffer glänzend. Die Entscheidung fiel dann nach einer Forsberg-Ecke. Der Schwede fand den Kopf von Simakan und der HSV war endgültig besiegt. Nach einem weiteren Konter sorgte Henrichs per Flachschuss für den Endstand.

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