Nach der Freude über den Last-Minute-Punktgewinn gegen den Aufstiegskandidaten Holstein-Kiel machten sich beim 1. FC Magdeburg Wut und Entrüstung breit. Rassistische Beleidigungen gegen Luc Castaignos trübten das Stimmungsbild gehörig nach dem 1:1. «Luc ist sehr niedergeschlagen», sagte Trainer Christian Titz am Samstag dem MDR: «Bisher hat er solche Nachrichten sofort gelöscht, aber diesmal hat es ihn sehr getroffen, weil es ins Persönliche ging.»
Hoch- und Glücksgefühle nach dem Ausgleich des erst kurz vorher eingewechselten Zweitliga-Debütanten Emir Kuhinja in der fünften Minuten der Nachspielzeit waren erstmal dahin. Stattdessen veröffentliche der Verein noch am Freitagabend eine Stellungnahme mit einer klaren Botschaft: «Luc, wir stehen fest an Deiner Seite, der gesamte 1. FC Magdeburg lebt Vielfalt und Toleranz. Stoppt Rassismus, klare Kante gegen Rassismus!!!»
Castaignos war in der 52. Minute mit einem Elfmeter an Kiels Keeper Timon Weiner gescheitert. Nach der Partie wurde der 31 Jahre alte Niederländer, der seit gut einem Jahr für den 1. FCM spielt, in den sozialen Netzwerken rassistisch beleidigt. Einen entsprechenden Screenshot teilte Castaignos per Instagram.