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Rangnick: Wenig Chancen auf langfristigen Verbleib von Keita

Sportdirektor und Trainer gehen nicht mehr von einem langfristigen Engagement von Naby Keita bei RB Leipzig aus. Ralf Rangnick bestätigte erstmals eine Ausstiegsklausel im noch bis 2020 laufenden Vertrag mit dem 22-jährige Mittelfeldspieler des Leipziger Fußball-Bundesligisten. «Es ist inzwischen ja auch bekannt, dass Naby Keita nächste Saison eine Klausel in seinem Vertrag hat», sagte der Sportdirektor in einem MDR-Interview zur Sendung «Die lange RB-Leipzig-Nacht», die von Freitag auf Samstag ausgestrahlt wird.

Wenn nicht irgendetwas «ganz, ganz Außergewöhnliches passieren» würde, sei die Wahrscheinlichkeit schon sehr groß, «dass uns Naby im nächsten Jahr verlassen wird», erklärte Rangnick. Und dass jetzt RB die Champions League gewinne und innerhalb der nächsten zwölf Monate die beste Mannschaft der Welt werde, halte er «jetzt nicht für megawahrscheinlich».

Keita war schon in diesem Sommer heiß umworben. Doch Rangnick erklärte den Nationalspieler aus Guinea wie auch Emil Forsberg und die anderen Stammspieler in dieser Wechselperiode für unverkäuflich. «Es ist natürlich eine Güterabwägung, was wollen wir jetzt, wollen wir jetzt ein paar Euro mehr kassieren und einen unserer besten Spieler jetzt schon verlieren und damit riskieren, dass wir etwas weniger erfolgreich sind in der Bundesliga oder Champions League oder wollen wir das nicht», bemerkte Rangnick.

Der 59-Jährige geht davon aus, dass Keita in Leipzig nochmal eine starke Saison spielt. «Und dann wird es ganz große Clubs geben, die sich auch für ihn interessieren», sagte Rangnick der «Bild»-Zeitung (Donnerstag-Ausgabe).

Mit RB-Trainer Ralph Hasenhüttl sei er sich einig, dass man den hochgelobten Profis wie Keita, Diego Demme, Timo Werner oder Yussuf Poulsen beim Champions-League-Teilnehmer attraktive sportliche Ziele präsentieren könne. «Wir haben das hier ja nicht fünf Jahre aufgebaut, um dann zum Zeitpunkt des größten Erfolges Kasse machen zu wollen», betonte der Sportdirektor.

Doch Rangnick ist auch Realist: «Wir sind uns schon im Klaren, Ralph und ich, dass wir höchstwahrscheinlich in der Saison 2018/2019 Keita nicht mehr in unserem Kader haben werden. Aber dann bekommen wir trotzdem immer noch eine schöne und ordentliche Ablösesumme dafür.»

Zahlen bestätigte Rangnick nicht, dem Vernehmen nach soll die festgeschriebene Ablöse bei rund 55 Millionen Euro liegen. Mit dem in diesem Sommer verpflichteten Portugiesen Armindo Tué Na Bangna - genannt Bruma - steht ein hochwertiger Ersatz schon bereit.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: dpa / John Walton